Praxistipps
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  • Rosenpflege im Sommer
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  • Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Thema Rückschnitt:

Wann erfolgt der Rosenrückschnitt?

Im Frühjahr ab etwa Mitte März. Da das Klima regional und in jedem Jahr sehr unterschiedlich sein kann, können Sie sich auch am Zeitpunkt der Forsythienblüte orientieren. Wenn diese ihre gelben Blüten zeigen, können auch die Rosen zurück geschnitten werden.


Darf ich meine Rosen noch zurückschneiden, wenn sie im Frühjahr bereits etwas ausgetrieben sind?
Ja. Nur wird sich, je später die Rosen geschnitten werden und je stärker sie bereits zum Schnittzeitpunkt ausgetrieben sind, die Blüte zeitlich nach hinten verschieben.


Warum wird zurückgeschnitten?
Der Rückschnitt im Frühjahr ist als ein Verjüngungsschnitt anzusehen. Das bedeutet, durch den Rückschnitt entfernen Sie totes und erfrorenes Material und regen die Pflanzen zu neuem Austrieb und Wachstum an. Ein weiterer Effekt ist, dass Sie durch den Rückschnitt oder Auslichten von Rosensträuchern für eine bessere Durchlüftung des Beetes bzw. der Pflanze sorgen und somit schon den ersten Schritt für eine gute Gesundheit der Pflanzen getan haben. Weiterhin entfernen Sie auch so bereits Schädlinge (z.B. Eier der Blattlaus oder Pilzsporen von überwinternden Pilzen), so dass diese bereits früh in ihrer Entwicklung gehindert werden.

Weitere Informationen zum Thema Frühjahrsrückschnitt erhalten Sie hier: Praxistipps Rückschnitt


Wann und wie schneide ich die Rosen im Sommer zurück?
Die Triebe von öfter blühenden Rosen werden nach der ersten Blüte zurück geschnitten um eine reiche zweite Blüte zu erhalten. Der Schnitt erfolgt dabei nicht nur direkt unter der Blüte bzw. Blütendolde, sondern auch ein Teil des Triebes wird mit entfernt, d.h. der Rückschnitt erfolgt dann mindestens über dem ersten oder zweiten voll entwickelten Laubblatt. Ein voll entwickeltes Laubblatt besitzt 5-7 Fiederblätter. Der Schnitt darf natürlich auch tiefer erfolgen, um evtl. eine Korrektur der Wuchshöhe im Sommer durchzuführen. Allerdings verschiebt sich auch der Zeitpunkt der zweiten Blüte weiter nach hinten, wenn ein stärkerer Sommerrückschnitt erfolgt.



Thema Düngung:

Womit dünge ich meine Rosen?
Im Handel sind unterschiedlichste Dünger erhältlich, so dass die Auswahl eines geeigneten Düngers einem Laien oft schwer fällt. Einfacher wird es, wenn ein spezieller Rosendünger verwendet wird, der in seiner Zusammensetzung auf die Bedürfnisse der Rose abgestimmt ist.


Kann zur Düngung auch Stallmist/Pferdemist verwendet werden?

Grundsätzlich ja, aber nicht ausschließlich. Allerdings hat man bei dieser Art Dünger keine genauen Angaben über die Nährstoffgehalte und er sollte auch bereits gut verrottet sein. Gleiches gilt auch für die Verwendung von Kompost als Dünger.


Wann muss ich meine Rosen düngen?
Die erste Düngung erfolgt im Frühjahr entsprechend der Witterung etwa Mitte März. Je nach Düngerart muss dann noch einmal Mitte/Ende Juni nachgedüngt werden. Nach Mitte Juli sollte kein Volldünger mehr gegeben werden.



Pflanzenschutz:


Die Blätter meiner Rose werden gelb und fallen ab.
Werden Blätter einfach nur gelb ohne irgendwelche Flecken und befinden sich diese gelben Blätter hauptsächlich im Zentrum der Pflanzen, ist dies ein Zeichen für Trockenheit. Häufig zu beobachten in sehr langen Trockenperioden, oder bei Kübelrosen, die nicht durchdringend genug gewässert werden. Abhilfe schafft eine ausreichende Bewässerung.


Die Blätter meiner Rose haben Flecken. Was ist das?
Häufig sind Flecken auf den Blättern auf eine Pilzerkrankung zurückzuführen.

Violettbraune bis schwarze Flecken auf der Blattoberseite. Flecken zuerst auf den unteren Blättern der Pflanze. Blätter werden gelb und fallen ab. Häufig auftretend nach der ersten Blüte. Sternrußtau

Weißer Belag auf der Blattoberseite, der mit dem Finger abgewischt werden kann. Blätter kräuseln sich leicht. Blätter vertrocknen und fallen ab. Die Knospen werden ebenfalls befallen und entwickeln sich nicht zur Blüte. Echter Mehltau

Unregelmäßige bräunlich-rötliche Flecken auf der Blattoberseite. Grauweißer Schimmel auf der Blattunterseite. Flecken zuerst auf den oberen Blättern der Pflanze. Im Verlauf der Krankheit trocknen die Blätter ein und fallen ab. Falscher Mehltau

Gelbliche Flecken auf der Blattoberseite. Im Sommer gelb-orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite, diese sind im Herbst schwarz-braun. Blätter fallen vorzeitig ab. Rosenrost

Rundliche grau-braune Flecken mit rötlich violettem Rand. Blätter fallen vorzeitig ab. Cercospora-Blattfleckenkrankheit

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier: Praxistipps Pilzliche Rosenkrankheiten


Die Blätter meiner Rosen rollen sich von den Seiten nach Innen auf.
Hier handelt es sich um einen Befall mit der Rosenblattrollwespe. Die Larve der Raupe befindet sich häufig in dem aufgerollten Blatt.


An den Triebspitzen und Blättern befinden sich kleine, häufig grüne Insekten. Die Blätter kräuseln sich und es befindet sich ein klebriger Belag auf den Blättern.
Hier handelt es sich um einen Befall mit Blattläusen


Die Blätter meiner Rose sehen gesprenkelt aus und die Pflanze ist mit einem feinen Gespinst überzogen.
Hier handelt es sich um einen Befall mit Spinnmilben.


Die Blätter meiner Rose haben kleine Löcher und es befinden sich meistens auf der Blattunterseite kleine grüne Larven mit einem schwarzen Kopf.

Hier handelt es sich um einen Befall mit der Rosenblattwespe.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier: Praxistipps Tierische Schaderreger



Sonstiges:

Wann ist der beste Zeitpunkt eine „alte“ Rose umzupflanzen und wie mache ich das?
Der beste Zeitpunkt ist etwa Ende Oktober/Anfang November und die Pflanze sollte ihr Laub bereits verloren haben. Falls nicht, können die Blätter auch per Hand entfernt werden. Schneiden Sie die Rose etwa drei Wochen bevor Sie diese umpflanzen möchten, auf etwa ein Drittel zurück. Dann Pflanze aus der Erde nehmen, dabei versuchen auch noch Erde an den Wurzeln zu lassen, so dass die Pflanze mit einem Wurzelballen umgesetzt werden kann. Lang herausschauende oder verletzte Wurzeln können etwas eingekürzt werden. Die Rose an dem neuen Standort wieder einsetzen, dabei die Veredlungsstellte ca. 5 cm unter die Erde setzen. Gut angießen und danach anhäufeln.
! Eine Garantie, dass die alte Rose an dem neuen Platz wieder anwächst gibt es nicht, aber in den meisten Fällen funktioniert es.


Woran erkenne ich einen Wildtrieb?
Ein Wildtrieb unterscheidet sich häufig deutlich von den anderen Rosentrieben einer Sorte. Er besitzt meist ein hellgrünes Laub, kleinere Blätter und wächst häufig sehr lang aus der Pflanze heraus. Die weit verbreitete Aussage, dass Rosentriebe mit sieben Fiederblättern (Einzelblätter aus denen ein Laubblatt bei einer Rose besteht) Wildtriebe sind, ist heute nicht mehr allgemein gültig, da es auch bei veredelten Rosen Sorten mit Laubblättern gibt, die mehr als fünf einzelne Blätter haben.


Welche Stauden passen gut zu Rosen?
Lavendel (Sorten z.B. Hidcote Blue, Dwarf Blue, Munstead)
Gartensalbei (Sorten z.B. Viola Klose, Ostfriesland, Markus, Amethyst, Adrian)
Katzenminze
Rittersporn
Frauenmantel
Sonnenhut
Schleierkraut